Eine gründliche Untersuchung und die Erhebung einer detaillierten Anamnese des Patienten sind unerlässlich. In der Anamnese sind chronische Erkrankungen, regelmäßig eingenommene Medikamente, Allergien und die Familienanamnese wichtige Merkmale. Die Familienanamnese kann Hinweise auf die zukünftige Intensität und Konfiguration des Haarausfalls geben. Dies muss bei der Haartransplantationsplanung berücksichtigt werden. Bei der körperlichen Untersuchung wird die Kopfhaut des Patienten untersucht, um den Transplantationsbereich (der kahle, haarlose und dünnhaarige Bereich) und den Spenderbereich (den aktiven, gesunden Haarbereich, aus dem die Haarfollikel entnommen werden) zu bestimmen. Der Bereich, in dem die Transplantation durchgeführt werden soll, sollte so bestimmt werden, dass die Form und die Ränder des ausgewählten Bereichs proportional sind und mit der Gesichts- und Kopfform kompatibel sind, um ein natürliches Aussehen zu erzielen. Der Eingriff muss in einer sterilen Krankenhausumgebung von einem erfahrenen Arzt und einem erfahrenen Team durchgeführt werden, um das Ergebnis zu maximieren und die Möglichkeit von Komplikationen zu minimieren.
FUE (Folliculer Unit Extraction)
Die weltweit beliebteste, bekannteste und am häufigsten verwendete Methode zur Haartransplantation ist FUE. Es handelt sich um eine Methode, die seit den 1980er Jahren angewendet wird und seitdem erprobt und perfektioniert wurde. Bei der Extraktion von Follikeleinheiten handelt es sich um eine Technik, bei der einzelne Haarfollikel einzeln aus dem Spenderbereich entnommen und dann alle Follikel einzeln in den Transplantationsbereich eingepflanzt werden. Dies führt zu einer minimalen Schädigung sowohl des Spenderbereichs als auch des Transplantationsbereichs.
Während der Follikelextraktion muss größte Sorgfalt und Aufmerksamkeit aufgewendet werden, damit die Follikel unbeschädigt bleiben und der Spenderbereich erhalten bleibt. Dies ist ein entscheidender Zeitraum für den Erfolg des gesamten Verfahrens.

Zeitraum nach der Haartransplantation
Dieser Zeitraum ist ebenso entscheidend wie der Eingriff selbst. Der Facharzt erteilt dem Patienten Informationen und Anweisungen. Während des Heilungsprozesses werden Medikamente wie Vitamine, Mineralstoffe etc. Vom Arzt verordnete Medikamente müssen vom Patienten regelmäßig angewendet werden.
Die Kopfhaut sollte nach der Operation 2 Tage lang nicht gewaschen werden. Beim ersten Waschen der Kopfhaut sollte eine spezielle Lotion auf den Transplantationsbereich aufgetragen werden. Es sollten weder Nägel verwendet noch kreisförmige Reibbewegungen auf den Bereich ausgeübt werden, da diese Bewegungen dazu führen können, dass sich die Transplantate (Haarfollikel) bewegen. Die Lotion sollte mit vertikalen und sanften Bewegungen auf den Transplantationsbereich aufgetragen werden. Die Lotion sollte etwa 30 Minuten lang auf den transplantierten Bereich aufgetragen werden.
Nach 30 Minuten sollte die Lotion sanft mit lauwarmem Wasser ohne Druck abgewaschen werden.
Die Lotion sollte auf die gleiche Weise auch auf den Spenderbereich aufgetragen werden, um die Heilung zu verbessern und Schorfbildung vorzubeugen. Nach 5 Minuten sollte die Lotion mit sanften Bewegungen und lauwarmem Wasser ohne Druck entfernt werden.
Das Trocknen sollte sanft und mit leichten Berührungen erfolgen. Zum Trocknen neu transplantierter Follikel sollten keine normalen Handtücher verwendet werden, da die Follikel dadurch möglicherweise aus ihren Einführbereichen entfernt werden. Die Verwendung von Taschentüchern wird eher empfohlen.
Mit dem Rat und der Anleitung des Haartransplantationsspezialisten; Die Haare sollten 15 Tage lang mindestens einmal täglich gewaschen werden. Nach 2-3 Wochen sollte mindestens 2-3 Mal pro Woche gewaschen werden. Die Reihenfolge der Haarwäsche in den ersten 15 Tagen nach dem Eingriff ist für den Heilungsverlauf äußerst wichtig.